Schulterschmerzen

(Silke M., 42 J., Bürokauffrau) –

Beispiel Schulterschmerzen

Erstgespräch (Anamnese): Während bestimmter Armbewegungen empfinde ich starke Schulterschmerzen. Die ärztliche Diagnose dazu lautete Impingement mit sog. painful arc (=> „schmerzhafter Bogen“), d.h. die Schulter tat nur in bestimmten Winkeln weh. Die Sehnen zwischen Schulterdach und Oberarm wurden beim Heben gedrückt und damit gereizt, erklärte meine Orthopädin. 

Herr Hartelt meinte salopp, es herrscht schmerzhafter Platzmangel oberhalb der Schulterkugel und „übersetzte“ so die Diagnose. Diesen IST-Zustand zeigte er mir am Skelettmodell; ebenso den SOLL-Zustand: die Armbewegung ohne Quetschen einer Sehne, anatomisch-sinnvoll-dreidimensional unter Einsatz der relevanten Muskeln. Völlig neu war für mich der Zusammenhang mit der Wirbelsäule.

Im nächsten Schritt führte er die Bewegung an der nicht-betroffenen Seite. Ich folgte gedanklich und stellte mir die dreidimensionale Bewegung des Oberarmkopfes vor. Es folgte der Wechsel auf die betroffene Seite. Nach und nach übernahm ich schmerzfrei die Bewegung bis hin zur Vollbelastung. Hartelt empfahl mir nach jeder Sitzung ca. 3 einfache Übungen für zu Hause und/ oder das Fitnessstudio, die die dreidimensionale, schmerzfreie Bewegung des Oberarmes betreffen. Da ich beruflich viel am PC zu tun habe, bildete das Führen der Computermaus die Integration in den Alltag. Da dies für die Schulter eine sehr monotone Haltung darstellt, bewege ich meinen Arm immer wieder zwischendurch dreidimensional und halte das Schultergelenk so ´geschmeidig´. Während der letzten beiden Lektionen war u. a. die Aufschlagbewegung beim Badminton Thema. Nach 7 Einheiten kann ich nun wieder überwiegend schmerzfrei spielen.