Knieschmerzen

(Peter L., 66 J. Rentner) – Laufstil- Verbesserung durch Bewegungsökonomie
Nach einem zuletzt sehr sitzintensiven Arbeitsleben und nur sporadischem Sport wollte ich mit dem Beginn meiner Rente wieder mehrmals die Woche Laufen gehen und den Umfang auf über 10 km anheben. 

Ca. bei Kilometer 5 werde ich immer wieder durch aufkommende Knieschmerzen gehemmt. Mein Laufstil verschlechtert sich zusehends, ich muss deutlich langsamer werden, z.T. sogar gehen. Eine Überreizung erscheint mir wahrscheinlich, da mein Knie auch etwas warm wird und etwas anschwillt. Meine Laune verschlechtert sich ebenfalls. So hatte ich mir meine neue aktive Phase nicht vorgestellt. Von einem ehemaligen Arbeitskollegen bekomme ich die Empfehlung zu Herrn Hartelt.

Nach einer videogestützten Ganzkörper-Analyse stellt sich eine dezente Verdrehung des Kniegelenkes (sog. kneeing-in) mit gleichzeitiger Absenkung einer Beckenseite heraus. Im Video kann ich es deutlich erkennen – vorher ist es mir nicht aufgefallen. Die Zunahme dieser Tendenz bei längerer Belastung gilt als wahrscheinlich, sagt Hartelt. 

Ich erhalte Übungen für das Training meiner “Schwachstellen“. Diese kann ich problemlos ins Training (auch im Wald) integrieren. Mit nun geschulter Wahrnehmung gehe ich ins nächste Training und baue bewusst Übungsintervalle zur laufspezifischen Ausbildung der entsprechenden Muskulatur ein. Bei einem der letzten Termine fährt Hartelt mit dem Rad hinter mir und filmt vereinzelt. Anfänglich läuft es im wahrsten Sinne super – dann „breche“ ich irgendwann wieder ein. Von meinem Ziel der 10km +x rät mir Hartelt vorerst ab. Die variierenden Intervalle sollen mich ans Ziel bringen. Einmal konnte ich es aber nicht lassen und lief immerhin 7 km schmerzfrei. Das hat mich natürlich zum Weiterüben motiviert!